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Quer durchs Beet, rein ins Bett

Kultur im Museum

Unverhofft

Quer durchs Beet, rein ins Bett

9. Juli 2020, 20:00 bis 22:00, Einlass ab 18.30 Uhr

Veranstaltungsort: Freilichtgelände Römermuseum Homburg-Schwarzenacker/ Outdoor

Die Karten für die Veranstaltung gibt es über ticket regional, beim Kulturamt, oder an der Abendkasse auf dem Museumsgelände.
Preis pro Person: 10,- Euro,
Preis ermäßigt 8,- Euro (schwerbehindert, Schüler, Student)
Preis Familie (2 Erw., 1 Kind) 20,- Euro
 
Information:
Amt für Kultur und Tourismus
Rathaus, Am Forum 5, 66424 Homburg /Saar
Telefon (06841)101-804
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
 
Mit dem Programm „Querbeet“ pflügt sich das musikalisch-kabarettistische Trio „Ensemble Unverhofft“ durch diverse Genre der Musik, plaudert gewitzt aus dem Nähkästchen und pflanzt ein buntes Allerlei in die Köpfe der Zuschauer.
In ihrer gewohnt gekonnten Mischung aus leidenschaftlich gelebter Musik, kabarettistisch-satirischen Einlagen, Publikumsnähe sowie freiwillig unfreiwilliger Komik fesseln und begeistern die drei ihr Publikum auf der Reise zwischen Gemüsebeeten, Kochtöpfen, Alltags- und Bettgeschichten.
Die beiden Frontfrauen Melitta Bach und Daniela Kunzen singen und spielen sich facettenreich durch den Abend, von Drama-Queen über kerniger Kerl, von großen Gesten zu leisen, intimen Momenten - mit viel Charme, Einfühlungsvermögen und sympathischer Authentizität. Dabei ergänzen sich in ihrer charakterlichen und stimmlichen Unterschiedlichkeit zu einer „unverhofften“ Einheit.
Gekonnt und stilsicher durch alle Genres begleitet die beiden Daniel Krüger am Klavier und kreiert mit seinem einfühlsamen Spiel atmosphärische Klangräume. Und fast nebenbei rundet der „Quotenmann“ (und unfreiwilliges männliches Opfer der Damen) mimisch und kommentatorisch das kabarettistische Geschehen auf der Bühne ab - wenn er denn mal zu Wort kommt.
Mit dem Querbeet-Mix aus Liedern von so unterschiedlichen Künstlern wie Edit Piaf, Piazolla, Farin Urlaub, die Feisten, Ina Müller, Hildegard Knef, Laing, Margot Werner oder Lina Maly schnuppern die drei an Kochtöpfen, versalzen sich gegenseitig die Suppe, sind verliebt, verlebt, verloddert.
Sie kokettieren und konkurrieren, gehen aber letztendlich doch gemeinsam durch dick und dünn - und das nicht nur bei Diäten.
 
Die Saarbrücker Zeitung schrieb dazu:
Quelle: Saarbrücker Zeitung; 04.10.2017 (Online-Erscheinungsdatum); Autorin: Kerstin Krämer
„[…]Alles charmant verpackt in ein gut gewürztes Arrangement aus Kabarett, Theater und Standup-Moderation mit satirischen Alltagsgeschichten, improvisiertem Witz, reichlich unfreiwilliger Komik und Kalauern, bei dem sich das Trio hemmungslos selbst auf die Schippe nahm – bei soviel schonungsloser Ironie in eigener Sache kam das Publikum im voll besetzten Schwanensaal gar nicht mehr aus dem Lachen heraus.
Melitta Bach und Daniela Kunzen agieren im flotten Unverhofft-Dreier als singende Drama-Queens, mal solo oder im zweistimmigen Duett, bei dem sich ihre unterschiedlichen Charaktere und Timbres trefflich ergänzen. Die beiden haben alle Klangfarben drauf, vom Sprechgesang bis zum Belcanto: Sie sind mal leise, mal laut; mal ausgelauchte Frau, mal radieschenscharfer Vamp; mal Mädchen, mal Männermordende Furie.
Pianist Daniel Krüger mimt den leidgeprüften Kerl, dem das kapriziöse Gebaren der beiden Damen endlose Geduld abnötigt. Dabei punktet er nicht nur als stilistisch vielfältig versierter und wunderbar einfühlsamer Begleiter, sondern auch als überwiegend wortloser Kommentator mit herrlich beredtem stummem Spiel. Auch manch einer seiner Seufzer sagt weit mehr als tausend Worte.
Dafür quasseln sich die beiden Weibsbilder um Kopf und Kragen, wenn sie süffisant miteinander konkurrieren, um dann wieder weibliche Solidarität zu demonstrieren. Beim Beackern femininer Dauer-Problemzonen wie Figur und Beziehungen wird gestritten, geflirtet und gelästert, und jegliches prätentiöse Kunstpathos wird bereits im Keim erstickt. Dabei gelingen den Dreien nicht nur komische und frivole, sondern auch wahrhaft anrührende Momente.
Die Ernte dieser leidenschaftlichen Gartenarbeit? Tosender Applaus.“