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Rechte, Rollen, Römerinnen

After Work-Führung

Nach der französischen Revolution wich das vormals propagierte Bild der „gelehrten Frau“ dem „natürlichen Geschlechtscharakter“, wonach Frauen keinen Subjektstatus mehr innehatten. Nein, mündige, autonome Menschen seien Frauen nicht. Das schwache Geschlecht bedürfe der Vormundschaft. Aufgrund von Tugend, Sittsamkeit und Fleiß – "natürlichen Geschlechtseigenschaften" also – seien Frauen prädestiniert, die Rolle als Ehefrau und Mutter einzunehmen. So die gängige Meinung damals. Haus und Heim wurden zur weiblichen Wirkungsstätte, die Öffentlichkeit war Männersache. 1848 wurde die politische Unmündigkeit der Frauen per Verbot besiegelt.

Die folgenden sechzig Jahre waren von dem Bemühen geprägt, die Frauenvereinslandschaft und ihre Zielsetzungen zu bündeln. 1908 wurde die „politische Sonderstellung der Frau“ aufgehoben. Der Weg, aktives politisches Parteimitglied zu werden, war freigemacht. Und dennoch: das aktive und passive Wahlrecht blieb Frauen verwehrt.

Eben diesem Missstand trugen Clara Zetkin und Käte Duncker Rechnung, als auf ihre Initiative hin der erstmals am 19.03.1911 begangene „Frauentag“ ins Leben gerufen wurde. Nach zähem, siebenjährigem Ringen stellten sich Erfolge ein. 1908 wurde den Frauen das aktive und passive Wahlrecht zugesprochen.

Im Rahmen einer Afterwork-Führung „Rechte, Rollen, Römerinnen„ durch die Abteilung „FEMINAE – Römische Frauen“ bieten wir interessierten Anhängerinnen des Weltfrauentages die Möglichkeit, den Blick in eine Zeit zurückzuwenden, in der es für das Frauenwahlrecht oder den Weltfrauentag kein sprachliches Äquivalent gab. Im Anschluss an die Führung laden wir zum gemeinsamen Austausch bei culinariae romanae - kleinen römischen Gaumenfreuden - ein.

Zum Abschluss der Veranstaltung überreichte, fair gehandelte Rosen – in römischer Zeit ein teures Luxusgut –  unterstreichen die Wertschätzung der hart erkämpften Errungenschaften von engagierten Frauenrechtlerinnen.

 

Termin: 8. März 2019

Beginn der Veranstaltung: 17.30 Uhr

Obergeschoss des Edelhauses

Obolus: 8,00 €

Anmeldung erforderlich