Öffnungszeiten

April bis Oktober:
täglich von 9.00 bis 17.00 Uhr
Gästeführung sonntags 15.00 Uhr


November / Februar / März:
täglich von 10.00 bis 16.00 Uhr (Rosenmontag geschlossen)


Dezember und Januar geschlossen.


Kontakt

Römermuseum Homburg-Schwarzenacker

Homburger Straße 38

66424 Homburg


Telefon: (06848) 73 07 77

Fax: (06848) 73 07 74

 

info(at)roemermuseum-schwarzenacker.de











Quo vadis, Schwarzenacker? - Ein Spaziergang durch die Zeit

 

Wir schreiben das Jahr 275/276 n. Chr. Die prasselnden Flammen erlöschen. Der Rauch verzieht sich, das aufgeregte Geschrei verebbt. Stille macht sich breit in Schwarzenacker. Grabesstille nach dem Überfall der Alemannen. Allmählich wird das Ausmaß sichtbar: Die unter Kaiser Augustus gegründete, quirlige Handelsstadt liegt in Schutt und Asche. Einige Häuser und Kellergewölbe haben den Ansturm überstanden. Und der Grundriss einer italisch-römischen Stadtplanung ist zu sehen. Bis heute. Obwohl in den Jahren nach der Zerstörung Schwarzenacker wieder besiedelt und aufgebaut wurde – der ehemalige Glanz und die überregionale Bedeutung als Handels-  und Verwaltungszentrum war ein für allemal dahin.


Die ursprünglich auf einer Fläche von 25-30 ha mit ca. 2.000 Einwohnern große Siedlung ist in Teilen als Freilichtmuseum wiederaufgebaut. Die freigelegten und teilweise rekonstruierten Gebäude, Häuserfassaden, Straßenzügen mit überdachten Gehsteigen und Abwasserkanälen vermitteln einen lebendigen Einblick in den Alltag einer gallorömischen Etappenstadt vor 2000 Jahren.


Heute wie damals imposant: das „Haus des Augenarztes“ mit seiner vornehm wohnlichen Ausstattung sowie das Säulenkellerhaus, das seinen Namen dem großartigen Keller mit fünf Säulen verdankt. An der Straßenkreuzung bei „Capitolinus“ konnte man einkehren und eine Kleinigkeit essen oder trinken. Das frische Brot, das zum Essen gereicht wurde, stammte aus der heute rekonstruierten Bäckerei. Und gleich daneben bot die Herberge Handelsreisenden, Beamten, Handwerkern und Durchreisenden Logis und Unterkunft.


Durch den Park mit seinem rekonstruierten gallorömischen Umgangstempel für den Gott Merkur gelangt der Zeitreisende zum barocken Edelhaus. In dem rosenfarbenen Herrenhaus warten im zweiten Stock die Zeugen der Vergangenheit auf den Besucher von heute. Zahlreiche Fundstücke aus den Häusern und Werkstätten der römerzeit­lichen Handwerker und Künstler sind hier ausgestellt und warten darauf, von einem phantasievollen Betrachter wieder zum Leben erweckt zu werden und ihm von ihrem Alltagsleben um die Zeit um Christi Geburt zu erzählen. Nur eine Etage tiefer, im Erdgeschoß, und man ist in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Etwa dreißig spätbarocke Gemälde haben als Dauerleihgabe der Bayerischen Staatsgemälde­sammlungen den Weg von München in ihre alte Heimat gefunden. Die Landschafts- und Tierbilder, die jetzt im Edelhaus ausgestellt sind, waren Auftragswerke für den Zweibrücker und Karlsberger Herzogshof. Während die Gemälde mit ihren teils idealen, teils annähernd lokalisierbaren Landschaften und ihren gemütvollen Tieridyllen ursprünglich einem handverlesenen Kreis vorbehalten waren, gestatten sie heute jedem, der sie betrachten will, einen Blick in die Welt des höfischen Barock.



Über 2000 Jahre auf einem kurzen Gang durch die Geschichte! Bei soviel Vergangenheit drängt sich die Frage nach unserer Zukunft auf: Quo vadis, Schwarzenacker?

 


Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind


Vorsitzender der Stiftung Römermuseum Homburg - Schwarzenacker


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